Nikon Coolpix L120

Die Nikon Coolpix L120, für dies es mittlerweile das Nachfolgermodell Nikon Coolpix L610 gibt ist eine digitale Bridgekamera mit einer umfangreichen Ausstattung. Für diese bekam sie im Test sehr gute Ergebnisse.

Sie wurde für den Hobbyfotografen entwickelt, der sich kein teures Spiegelreflexsystem kaufen möchte. Die Kamera verfügt über ein fest verbautes Objektiv mit einem 21fachen Zoombereich, bleibt dabei jedoch klein und handlich wie eine Kompaktkamera.

Die Brennweite reicht vom Weitwinkel bis zum Tele und beträgt 25 bis 525mm, wenn auf das Kleinbildformat umgerechnet wird. Dem Fotografen steht so ein enormer Bereich zur Verfügung, der viele Motive abdeckt. Hierzu muss das Objektiv nicht gewechselt werden, was viele Bridgekamera-Fotografen als einen sehr großen Vorteil sehen. Man muss keine schwere Ausrüstung mit sich herumtragen und der Sensor kann nach dem Objektivwechsel nicht verschmutzen.

Die Nikon Coolpix L120 bietet ein zuverlässiges automatisches System mit Motiverkennung, Gesichtserkennung, Lächelauslösung sowie die Möglichkeit, aus 17 Motivprogrammen das richtige für das jeweilige Foto auszuwählen.

Bildqualität

Der CCD-Sensor der Nikon Coolpix L120 hat eine Auflösung von 14,1 Megapixeln bei einer Größe von ½,3 Zoll. Dies ist das typische Sensorformat einer Kompaktkamera, und die 14 Millionen Pixel sind sehr üppig bemessen und haben wenig Platz. Tests haben ergeben, dass das Bildrauschen bei der Kamera bereits im unteren ISO-Bereich deutlich zu sehen ist, aber nur, wenn das Bild in voller Auflösung fotografiert wurde und der Fotograf dieses in einer 1:1-Vergrößerung anschaut.

Beim Ausdruck normaler Fotos in der Größe 9×13 oder 10×15 ist die Bildqualität sehr gut, die Farben sind natürlich und auch die Schärfe stimmt. Gleiches gilt für die Betrachtung der Fotos auf dem Fernseher oder einem Monitor. Die Kamera bietet auch High-ISO Werte bis 6.400 für die kreative Bildgestaltung an. Ab 3.200 wird die Auflösung jedoch auf 3 Megapixel reduziert.

Pro: Scharfe Fotos mit natürlichen Farben bei guten Lichtverhältnissen und moderater Vergrößerung.

Contra: Die Kamera hat sehr stark mit Bildrauschen zu kämpfen, was sich besonders bei großformatigen Ausdrucken und ungünstigen Lichtverhältnissen bemerkbar macht.

Nikon Coolpix L120

Ausstattung

Die umfangreiche Ausstattung der Kamera brachte ihr von der Stiftung Warentest ein gutes Testergebnis ein. Sie wurde zusammen mit anderen Modellen als Kompaktkamera getestet, fällt aufgrund ihrer Bauart, der manuellen Einstellungsoptionen und des großen Zoombereiches trotzdem in die Klasse der Bridgekameras. Die Nikon Coolpix L120 bietet sowohl dem Einsteiger als auch dem ambitionierten Hobbyfotografen viele Optionen, mit der tolle Motivideen umgesetzt werden können. Es gibt eine einfache Automatik, die den Bildausschnitt analysiert und alle wichtigen Parameter darauf abstimmt. Die Motivautomatik zeigt an, welches der 17 Motive von der Kamera erkannt wurde. Wahlweise kann der Fotograf ein Motiv auch direkt auswählen.

Der Monitor der Kamera ist auf der Rückseite fest verbaut und hat eine Größe von 3 Zoll. Erfreulicherweise bietet er eine sehr hohe Auflösung von 921.000 Pixeln, so ist er auch bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Der integrierte Blitz wird automatisch ausgeklappt, er kann jedoch auch manuell unterdrückt werden.

Die Kamera bietet sowohl eine optische als auch eine digitale Bildstabilisierung. Der Bildsensor wurde beweglich gelagert, insgesamt bietet die technische Umsetzung einen 5fachen Schutz gegen Verwacklungen aus der Hand und bei Kamerabewegungen. Das integrierte Smart-Portrait-System in Verbindung mit dem Portrait-Autofokus erlaubt die Aufnahme von hochwertigen Portraits, inklusive Lächelerkennung, Hautweichzeichnung und Blinzelwarnung.

Mit der Kamera können hochauflösende Filme aufgenommen werden, und auch Makrofotos mit einem Motivabstand von 1cm sind kein Problem.

Die Kamera arbeitet mit normalen AA-Mignon Batterien, die unterwegs nachgekauft werden können, wenn die Akkus einmal leer fotografiert wurden.

Pro: Sehr umfangreiche Ausstattung für den Hobbyfotografen, der eine Kamera mit guten Automatikfunktionen möchte.

Contra: Dem fortgeschrittenen Fotografen werden die für Bridgekameras eigentlich obligatorischen manuellen Einstellungsoptionen fehlen.

Nikon Coolpix L120

Bedienung

Die Bedienung der Kamera orientiert sich an dem klassischen Konzept einer Kompaktkamera. Für wichtige Funktionen wie dem Starten des Filmmodus, das Umschalten des Monitors vom Live-View in den Betrachtungsmodus, das Aufrufen des Menüs und das Löschen von Bildern gibt es separate Tasten. Auch die Motivprogramme können über eine einzelne Taste ausgewählt werden.

Die Bedienung des Menüs erfolgt über ein Steuerkreuz, dessen Tasten darüber hinaus auch mit wichtigen Funktionen belegt sind. Das Bedienkonzept ist klar und schlüssig , und es ist auch für den Einsteiger leicht zu erlernen.

Geschwindigkeit

Die Nikon Coolpix L120 ist sowohl nach dem Einschalten als auch nach der Speicherung eines Fotos schnell wieder aufnahmebereit. Leider fehlt ihr jedoch ein schneller Serienbildmodus für Tieraufnahmen und Sportfotografie. Auch gewöhnliche Reihenaufnahmen sind nicht möglich.

Gehäuse

Das Gehäuse der Kamera ist klein und leicht, eignet sich aufgrund des ausgeprägten Haltegriffes jedoch auch für große Hände. An den wichtigen Stellen gibt es eine griffige Gummierung. Die Kamera ist in Rot und Schwarz erhältlich.